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Thüringen

Weiterbildungsscheck Thüringen

Das Land Thüringen fördert mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) u. a. Vorhaben  der individuellen Weiterbildung zur Sicherung des Fachkräftebedarfs sowie der Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer.
Finanziert werden u. a. Weiterbildungsschecks zur individuellen Weiterbildung von Arbeitnehmern.

Antragsberechtigt für Weiterbildungsschecks sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte von in Thüringen ansässigen Unternehmen, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen zwischen 20.000 Euro und 40.000 Euro (bei gemeinsam Veranlagten zwischen 40.000 Euro und 80.000 Euro) liegt.

Voraussetzungen

Der Lehrgang, bei welchem der Weiterbildungsscheck eingelöst werden soll, muss von einem geeigneten Weiterbildungsträger angeboten werden und der Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten oder praktischen Fertigkeiten für die Ausübung der beruflichen Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dienen.

 

Art und Höhe der Förderung

Die Höhe der Förderung beträgt 500 EUR je Weiterbildungsscheck. Eine Förderung mit dem Weiterbildungsscheck ist alle zwei Kalenderjahre möglich.

 

Antragsverfahren

Arbeitnehmer beantragen einen Weiterbildungsscheck formgebunden vor der verbindlichen Anmeldung zum Weiterbildungsvorhaben bei der

Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GFAW) mbH
Warsbergstraße 1
99092 Erfurt
Tel. (03 61) 22 23-0
Fax (03 61) 22 23-17
E-Mail: servicecenter(at)gfaw-thueringen.de
Internet: www.gfaw-thueringen.de


Anpassungsqualifizierung

Neben dem Weiterbildungsscheck gibt es eine weitere Finanzierung in Thüringen, die sogenannte Anpassungsqualifizierung. Der Aufwand der Antragsstellung ist ungleich höher, dafür werden bis zu 50% der Ausbildungskosten gefördert. Gefördert werden aber nur Unternehmen, d.h. der Antrag muss vom Arbeitgeber für den zu fördernden Mitarbeiter gestellt werden (das Unternehmen bzw. die Niederlassung muss in Thüringen ansässig sein).  Gefördert werden sowohl Beschäftigte als auch Selbständige.

Wie viel wird gefördert?

Die Förderung erfolgt als Projektförderung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses. Die Finanzierung der zuwendungsfähigen Ausgaben erfolgt als Anteilfinanzierung. Die Höhe der Zuwendung beträgt 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Bei Vorhaben zur Anpassungsqualifizierung sind zuwendungsfähig:

  • Die zur Durchführung der Weiterbildungsmaßnahmen notwendigen Ausgaben. Diese werden gemäß Art. 67 (5) lit. C der AllgVO auf der Basis der Bundesweiten Durchschnittskostensätze (B-DKS) bemessen.
  • Ausgaben für Löhne/Gehälter der Vorhabenteilnehmer, die bei den Unternehmen während der Teilnahme an der Weiterbildungsmaßnahme anfallen. Diese sind als Pauschalsatz gemäß Art. 67 (1) lit. d der AllgVO in Höhe von 100% der nach den B-DKS anerkannten Ausgaben zuwendungsfähig.
Der Antrag ist spätestens sechs Wochen vor Vorhabenbeginn formgebunden über das Online-Portal an die GFAW, Warsbergstraße 1 in 99092 Erfurt zu richten. Maßgeblich für den Zeitpunkt der rechtzeitigen Antragstellung ist der elektronische Eingang des Antrags bei der GFAW.

Am besten lassen Sie sich vor der Antragstellung von der GFAW ausführlich beraten, speziell zu den notwendigen Unterlagen.