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online: Umweltstrafrecht – ein Überblick (§ 15 FAO)


Seminarort/-datum

(Für nähere Informationen und Anmeldung bitte auf den jeweiligen Termin klicken)

online14.11.2019

 

Pfeil-grau  Unser Tipp: 15 Stunden-Kombimöglichkeit  = z.B.  3 x Online-Seminare à 2,5 Stunden + 1 x Präsenzseminar 7,5 Stunden**   

 

Seminarinhalt
Während die umweltstrafrechtlichen Vorschriften früher häufig stiefmütterlich behandelt wurden, ist heute bei den zuständigen Behörden und der Justiz ein umfassendes Fachwissen vorhanden. Die Zahl umweltstrafrechtlicher Verfahren nimmt stetig zu. Eine sinnvolle Verteidigung ohne umweltrechtliche Expertise ist kaum möglich. Häufig werden durch wenig sachgerechte Maßnahmen neue Baustellen geöffnet.

Das Seminar vermittelt Ihnen einen Überblick über den Kern der umweltstrafrechtlichen Vorschriften und wie Sie eine mögliche Verteidigungsstrategie aufbauen können.
Auch der Blick über den (strafrechtlichen) Tellerrand fehlt nicht.

Überblick

  • Ziele des Gesetzgebers 
    • Oberstes Ziel des Gesetzgebers ist der Schutz der Umwelt. Hierzu setzt er umfassende und starke Sanktionierungen ein.
  • Umwelt vs. Betriebswirtschaft 
    • In der Regel führt jeder Wachstum der Wirtschaft zu einer Schädigung der natürlichen Ressourcen. Mittels des Umweltstrafrechtes sollen die Beeinträchtigungen in einem möglichst geringen Rahmen gehalten werden.
  • Strafrecht vs. Öffentliches Recht 
    • Das Umweltstrafrecht ist eng mit der Frage einer ordnungsgemäßen Genehmigung und damit mit dem öffentlichen Recht verzahnt. Häufig führen behördliche Kontrollen und andere Maßnahmen zu Strafverfahren.
  • Typische Probleme: Aus der Praxis für die Praxis 
    • Nicht immer berücksichtigt das Umweltstrafrecht in ausreichendem Maße die praktischen Probleme. Wer einen Container mit  Bauschutt auflädt und wegfährt, hat eben nicht immer die Zeit und die Gelegenheit, den Inhalt auf eine mögliche Gefährlichkeit zu prüfen.
    • Solche ganz praktischen Probleme gibt es haufenweise.
  • Deliktstypen 


Strafbarkeit nach Schutzobjekten

  •  Wasser, § 324 StGB 
    • Jede unbefugte und nachteilige Veränderung eines Gewässers wird durch § 324 StGB unter Strafe gestellt. Ein weiter Tatbestand mit einem hohen Strafbarkeitsrisiko.
  • Boden, § 324a StGB 
    • Umfassender Schutz des Bodens beabsichtigt § 324a StGB – aber definiert nicht einmal, was unter dem Begriff „Boden“ zu verstehen ist.
  • Luft, § 325 StGB 
    • Dass die Reinheit unserer Luft ein großes Thema ist, wissen wir nicht erst seit dem einen oder anderen Abgas – Skandal.
    • Aber es droht auch ein Strafbarkeitsrisiko.
  • Schutzgebiet, § 329 StGB 
    • Besondere Schutzgebiete wie zB Naturschutzgebiete sollen umfassend geschützt werden – aber nur, wenn die sie schädigenden Handlungen verbotswidrig sind.
    • Aber wann sind solche Handlungen verbotswidrig ?

Strafbarkeit verbotener Tätigkeiten  

  •  Lärm, § 325a StGB 
    • Das schlichte Verursachen von Lärm ist bereits strafbar, es sei denn, erhält sich im Rahmen dessen, was ( öffentlich-rechtlich ) genehmigt ist.
    • Eine umfassende Betrachtung ist damit erforderlich.  Gott sei Dank sinn wenigstens bestimmte Verkehrsmittel ausgenommen.
  • Beseitigung von Abfall, § 326 StGB 
    • Per se ist jegliche Form von Abfallentsorgung strafbar, es sei denn, sie findet genehmigt und unter Berücksichtigung der geltenden Richtlinien statt.
  •  Betreiben einer Anlage, § 327 StGB 
    • Die Genehmigungslage eines Unternehmens ist das non-plus-ultra. Bereits eine kleine Menge nicht von der Genehmigung gedeckten Abfalles kann große Probleme verursachen.
  • Umgang mit gefährlichen Stoffen, § 328 StGB  
  • Freisetzen von Gift, § 330a StGB 

Verteidigungsstrategien 

  • Eine sinnvolle Verteidigung ohne umweltrechtliche Expertise ist kaum möglich. Häufig werden durch wenig sachgerechte Maßnahmen neue Baustellen geöffnet.
  • Das Seminar vermittelt, wie Sie eine mögliche Verteidigungsstrategie aufbauen können. Auch der Blick über den ( strafrechtlichen ) Tellerrand fehlt nicht.

 

Teilnehmerkreis
Fachanwälte/innen Strafrecht sowie Rechtsanwälte/innen die sich schwerpunktmäßig mir strafrechtlichen Mandaten befassen oder strafrechtlich interessiert sind.

Unser Referent
Stefan-Marc Rehm,
FA f. StrafR

Gut zu Wissen

  • Es besteht die Möglichkeit während und nach dem Seminar via Chat Fragen zu stellen.
  • Diese Fortbildung ist nach § 15 FAO für Strafrecht geeignet. 
  • Bitte prüfen Sie vor Ihrer Teilnahme an einem unserer Online-Seminare, ob Ihr IT-System die technischen Mindestvorraussetzungen zur Teilnahme erfüllt.
  • Bitte beachten Sie: Neukunden können nur bis spätestens 3 Stunden vor Seminarbeginn buchen, da wir danach eine Teilnahme aus technischen Gründen nicht mehr gewährleisten können.
  • Informationen unter: http://www.arber-seminare.de/download/download.html

Seminarzeit
14:00 - 16:30 Uhr (2,5 Nettozeitstunden)

Wir bitten Sie, sich ca. 20 Minuten vor Beginn des Seminars einzuloggen, sollten technische Probleme auftreten, können diese eventuell noch rechtzeitig behoben werden.

Seminargebühr
99,00 Euro zzgl. ges. USt, inkl. digitaler Seminaunterlagen

Die Seminargebühr beinhaltet:
Digitale Seminarunterlagen 
Selbstverständlich erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung nach § 15 FAO.

Ihre Ansprechpartnerin
Frau Iris Mayerle
Tel. 07066 - 90 08 35

Alle Preise vorbehaltlich gesetzlicher oder behördlicher Änderungen hinsichtlich der Umsatzsteuerpflicht

*Wir gewähren 5% Frühbucher-Rabatt bei Anmeldung bis 3 Monate vor Veranstaltungsbeginn - es gilt der Eingang einer verbindlichen Anmeldung.

Kombi-Preis-Januar-2015

**personenbezogene Buchung innerhalb eines Kalenderjahres. Rabatte werden nach Veranstaltungsbeginn berücksichtigt und jeweils vom Seminar-Grundpreis berechnet. Kostenfreie Seminare werden hierbei nicht angerechnet.

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