Außerklinische Intensivpflege (AKI) - Anspruch, Richtlinie, Konfliktfelder - online (TS694o Online 26)
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Die neue Rechtswirklichkeit nach § 37c SGB V und AKI-Richtlinie sicher beherrschen.
Die außerklinische Intensivpflege ist kein „Randthema“ mehr – sondern ein hochsensibler und streitträchtiger Leistungsbereich mit erheblichem wirtschaftlichen und existenziellem Gewicht. Wer hier sicher argumentiert, verschafft Mandanten einen entscheidenden Vorteil.
- Grundlagen und Systematik der AKI
- Rechtsrahmen: § 37c SGB V und GKV-IPReG
- Ausgliederung aus der häuslichen Krankenpflege
- Leistungszweck: Sicherstellung einer hochintensiven medizinischen Behandlungspflege im außerklinischen Bereich
- Typischer Personenkreis (Beatmung, Trachealkanüle, schwere Krankheitsbilder)
Praxisrelevanz: Abgrenzungsfehler führen regelmäßig zu Ablehnungen – und sind häufig prozessentscheidend.
- Anspruchsvoraussetzungen im Detail
- „Besonders hoher Bedarf an medizinischer Behandlungspflege“
- Erfordernis der ständigen Interventionsbereitschaft (24/7)
- Unvorhersehbare lebensbedrohliche Situationen als zentrale Anspruchsvoraussetzung
- Leistungsorte (Häuslichkeit, Einrichtung, Wohngemeinschaft)
Praxisrelevanz: Die Subsumtion unter diese Tatbestandsmerkmale ist regelmäßig Angriffspunkt der Kostenträger.
- Die AKI-Richtlinie (G-BA) im Fokus
- Aufbau und Regelungsgehalt der AKI-RL
- Verordnungsfähige Leistungen und Leistungsumfang
- Koordination der Versorgung
- Potenzialerhebung (Beatmungsentwöhnung / Dekanülierung)
- ärztliche Qualifikation und Verordnungsbefugnis
- Formulare und Verordnungssystematik
Die Richtlinie konkretisiert maßgeblich die Anspruchsvoraussetzungen und die Zusammenarbeit der Leistungserbringer.
Praxisrelevanz: Formfehler und unzureichende ärztliche Begründungen sind einer der häufigsten Ablehnungsgründe.
- Abgrenzungsfragen und Schnittstellenprobleme
- Abgrenzung zur häuslichen Krankenpflege
- Verhältnis zur Pflegeversicherung (SGB XI) und Kostenabgrenzung
- Schnittstelle zur Eingliederungshilfe
- stationär vs. ambulant vs. besondere Wohnformen
Praxisrelevanz: Streitigkeiten entstehen häufig nicht am „Ob“, sondern am „Wer zahlt wofür“.
- Typische Konfliktfelder in der Praxis
- Ablehnung wegen angeblich fehlenden Intensivpflegebedarfs
- Streit über Versorgungsort („Zwang zur Heimversorgung“)
- Probleme bei der Potenzialerhebung
- Verzögerte oder fehlerhafte Verordnungen
- Leistungsunterbrechungen und Genehmigungsprobleme
Praxisrelevanz: Gerade hier entscheidet sich die Effektivität anwaltlicher Tätigkeit.
- Durchsetzung von Ansprüchen
- Antragsverfahren und strategische Vorbereitung
- Bedeutung medizinischer Unterlagen und Stellungnahmen
- MD-Gutachten: Angriffspunkte
- Eilverfahren vor den Sozialgerichten
- typische Argumentationslinien und rechtliche Hebel
Praxisrelevanz: Die Fallbearbeitung ist regelmäßig eilbedürftig – es geht um existenzielle medizinische Versorgung.
Seminarziel
Die außerklinische Intensivpflege gehört zu den dynamischsten und zugleich konfliktträchtigsten Leistungsbereichen des SGB V. Seit der Neuordnung durch das GKV-IPReG und der Konkretisierung durch die AKI-Richtlinie steht die Praxis vor erheblichen rechtlichen und tatsächlichen Herausforderungen: Wer hat Anspruch? Wie wird korrekt verordnet? Und wie lassen sich Ansprüche effektiv durchsetzen?
Das Seminar vermittelt Ihnen die entscheidenden Grundlagen und aktuellen Problemfelder der außerklinischen Intensivpflege – mit klarem Fokus auf der anwaltlichen Praxis.
Thomas Venten, FA f. SozR
Rechtsanwälte, Fachanwälte für Medizinrecht, Fachanwälte für Sozialrecht sowie Juristen, die Leistungserbringer, Pflegeeinrichtungen, Versicherte oder Angehörige in Fragen der außerklinischen Intensivpflege beraten.
119,00 Euro zzgl. ges. USt
inkl. Digitaler Seminarunterlagen
Selbstverständlich erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung nach § 15 FAO.
Unser Kombi-Rabatt-Tipp: Kombinieren Sie Ihre § 15 FAO-Seminare nach Ihren Bedürfnissen! Sie erhalten für die Buchung des 2. Seminars auf dieses einen Rabatt von 15%** und ab dem 3. Seminar auf dieses und die folgenden sogar 30%** - egal in welchem Fachbereich d.h. wenn Sie Online-Seminare aus mehreren Fachbereichen buchen, können Sie diese natürlich kombinieren.
Es besteht die Möglichkeit während und nach dem Seminar via Chat Fragen zu stellen. Allerdings wird empfohlen, Fragen für eine effektivere Kommunikation über das Mikrofon zu äußern.
Wenn Fragen direkt über das Mikrofon gestellt werden, profitieren sowohl die Teilnehmenden als auch die Referierenden. Dies fördert ein besseres Verständnis und ermöglicht es allen, mehr aus dem Seminar mitzunehmen
Fortbildung
Wir bitten Sie, sich ca. 30 Minuten vor Beginn des Seminars einzuloggen, sollten technische Probleme auftreten, können diese eventuell noch rechtzeitig behoben werden.
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